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Geschichte2018-07-24T09:16:24+00:00

Historisches über Ringelsdorf – Niederabsdorf

Niederabsdorf

Urgeschichte, Steinzeit, Bronzezeit und Eisenzeit: Funde von Gefäßbruchstücken weisen darauf hin, daß das Gebiet von Niederabsdorf bereits besiedelt war.

10453. Juni – Schenkung von 10 Königshufen an der Zaya, in der Grafschaft des Markgraf Siegfried, durch Kaiser Heinrich III. an das Kloster von Niederalteich.
10488. April –  weitere Schenkung Heinrichs III. von 3 Königshufen an die Niederalteicher Mönche zur Aneignung
1148Erste urkundliche Erwähnung Niederabsdorfs als „Zaia“. Papst Eugen III. bestätigt dem Kloster Niederalteich den Besitz und die Verantwortung zur Erbauung einer Kirche an der Zaya
1230Kirchlichen Rechte: Kloster Niederalteich, die weltlichen Rechte übernehmen die Herren von Kranichberg
1232Erste Nennung als “Villa Absdorf” (Dorf des Abtes von Niederalteich)
1234Erste Erwähnung von Pfarrer Wilhelm als Priester in „Absdorf inferior“
1243Bestätigung der freien Vogtwahl in der Vogtei Niederabsdorf durch Herzog Friedrich II. Die früher eingesetzten Vögte – Strein von Falkenstein . versuchten die Vogtei in Besitz zu nehmen.
1252 -1253Einfälle der Ungarn und Cumanen; Zerstörung Niederabsdorfs
1347Der Abt von Niederalteich versucht den Ort „Kuhndorf“ *(siehe Seitenende) wieder zu besiedeln und gewährt für 24 Jahre Abgabenfreiheit.
1406Liechtensteiner Vögte in Niederabsdorf
1420 -1436Hussiteneinfälle in Niederabsdorf
1570 -1575Verkauf der Vogtei Niederabsdorf und des Gutes an Wolfgang von Fazi, kaiserlicher Mautner von Ybbs
um 1630Verkauf von Niederabsdorf und dem Fazihof an den Grafen Ferdinand von Hohenfeld
1641Zerstörung von Ringelsdorf und Niederabsdorf durch Brand während des Feldzuges des schwedischen Feldherren Lienhart Torstenson gegen Wien
1650Freiherr von Hohenfeld gelangt in den Besitz von Niederabsdorf
1669Weihung der restaurierten Kirche durch Bischof Graf Kolonitsch und Umbenennung des Patronats von St. Gotthart auf Maria Himmelfahrt
1683Türkenüberfall, Brandschatzung und Tote
1691Verkauf von Niederabsdorf durch Otto Ferdinand von Hohenfeld an den Fürsten Hartmann, den Jüngeren, von Liechtenstein
170420. Juni – Kuruzzeneinfall und das Dorf niedergebrannt
1812Errichtung der ersten Ahorn-Zuckerfabriken in Niederabsdorf und Wien
1832Im Juli Ausbruch der Cholera in Niederabsdorf
1850Errichtung einer Zuckerfabrik im Schloss durch Fürst Salm, Pächter der Niederabsdorfer Ökonomieverwaltung von Liechtenstein. Betrieb 1852 – 1863
1855Schließung des alten Friedhofes bei der Kirche und Errichtung des neuen Friedhofes an der „Eichhorner Straße“
1866Preußen-Einfall
1885Grundsteinlegung für die Schule – heute Heimatmuseum
1886Aufnahme des Schulbetriebes
1890142 Häuser und 941 Einwohner
1895Spende einer neuen Kirchenorgel durch die Liechtensteiner, angefertgit von Albert Mauracher, Salzburg
1896Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
193510 jähriges Jubiläum des Mädchenbundes, Errichtung des Marien-Marterls am Mühlbach
193713. Juni – Abhaltung Gautag des Gauverabdes „Drei Rusten“
1955-1957Kommassierung
1961 -1964Bau und Einweihung der Ortswasserleitung
1965Errichtung des Sportplatzes
1970Kanalisierung von Niederabsdorf, 293 Häuser und 823 Einwohner
1972Errichtung des ersten Kindergartens im Pfarrheim

Quelle: Bildband alter Ansichten anlässlich des 950- jährigen Bestehens von Niederabsdorf

Ringelsdorf

1200Erste urkundliche Nennung als „Ringlinsdorf“  – Dorf des Ringili
1359Ringelsdorf, ein Pfarrhof der Herrschaft Rabensburg, seelsorglich betreut von der Pfarre Drösing
1420-1436Hussiteneinfälle
1615-1617Errichtung einer eigenen Kirche
1642Eigene Pfarre
1683Türkeneinfälle, Ort und Kirche niedergebrannt, 90 Tote
1851Errichtung der Cholera-Markuskapelle
1866Preußeneinfall
1890Ortbeleuchtung mit Petroleum
1892Gründung der Freiwilligen Feuerwehr
1914Eröffnung des Kindergartens
1961-1966Kanalisierung
1967-1968Kommassierung
1970358 Häuser und 924 Einwohner

Ringelsdorf – Niederabsdorf

19711.  Jänner: Zusammenlegung der Orte Niederabsdorf und Ringelsdorf
1971-1972Kanalisierung Niederabsdorf
1972-1975Ortswasserleitung Ringelsdorf
1977-1979Neue Ortsbeleuchtung
1985700 Häuser und 1518 Einwohner
1986Erhebung zur Marktgemeinde Ringelsdorf-Niederabsdorf durch Beschluss des NÖ Landtages
1987Auszeichnung der Gemeinde durch Übergabe der Ehrenfahne des Europarates
1990Einweihung der neuen Volksschule und des Kindergartens für beide Orte
2003-2004Errichtung Hauptsammler und Pumphäuser, Abriss der Kläranlagen
2006-2010Erneuerung der Ortsbeleuchtung
2007-2009Errichtung des Seniorenwohnhauses
2011716 Häuser, 1303 Hauptwohnsitze, 373 Nebenwohnsitze
20161269 Hauptwohnsitze

verschollene Dörfer

In der Gegend rund um die Gemeinden gab es mehrere Dörfer die heute als verschollen gelten
  • Kundorf (Chuhndorf) Nr.31
  • Hotmannsdorf (Hutmannsdorf) Nr.23
  • Gutbrunn Nr.19
  • Siebenherren Nr.55
  • Ungerdorf Nr.60

Bürgermeister der beiden Gemeinden ab 1945

Ringelsdorf

1945-1948Kammerer Anton
1948-1955Konecny Othmar
1955-1960Schimkowitsch Wilhelm
1950-1970Fellinger Alfred
1970Macharik Johann, Regierungskommissär

Niederabsdorf

1945-1947Stella Franz
1947-1955Haidin Franz
1955-1964Windsteig Johann
1964Welser Johann, Regierungskoär
1964-1970Windsteig Johann

Ringelsdorf-Niederabsdorf

1971Macharik Johann, Regierungskoär
1971-1975Toch Karl
1975-1987Windsteig Johann
1987-1999Doschek Benno
1999-2014Weigert Wolfgang
2014-lfd.Schaludek Peter